Followers in Instagram, 500px & Co.

Fotos im Internet publizieren

Im Zeitalter der digitalen Fotografie werden massenhaft Bilder erzeugt. Zählt man selber zu der Fotografengilde, so gilt dies auch für einem selbst. Doch was tut man mit all diesen Fotos? Selber Freude daran haben? Oder sie der Allgemeinheit oder einem auserwählten Personenkreis zugänglich machen? Dia-Abend bei Opa ist längst Geschichte. Die Social-Media-Plattformen bieten da einen wesentlich erweiterten Aktionsradius. Was liegt also näher, als die Fotos zu publizieren. Dafür gibt es unzählige Plattformen. Ich gehe auf diejenigen ein, welche ich selber nutze.

500px

Das in Toronto ansässige Unternehmen ist darauf ausgelegt, Profi- und ambitionierte Amateurfotografen zu ermuntern, ihre besten Werke hochzuladen. 500px wird als Plattform zur Darstellung ihrer Werke, zur Inspiration und zur Kontaktaufnahme zu anderen Fotografen gesehen. Die Seite verzeichnet über 13 Millionen registrierte Benutzer aus 190 Ländern. Die Bedienung ist im Browser oder per App möglich. 

Und ja, man möchte die Bilder ja nicht nur einfach online stellen. Zweck solcher Plattformen ist naturgemäss die Interaktion. Jeder hätte gerne viele Likes und Followers. Abstreiten ist zwecklos! Dafür muss man allerdings etwas tun.

Zum Verständnis:  Fans = Fotografen, die mir folgen, also Followers / Freunde = Fotografen, denen ich folge, die mir aber nicht zwangsläufig auch folgen.

Registriert seit 2012 nutze ich die Plattform allerdings erst seit Mitte November 2018 regelmässig – d.h. täglich. Ich habe mir den Awesome-Account gegönnt. Mit Stand vom 27.11.2018 habe ich für aktuell 18 publizierte Fotos 63 Fans und 89 Freunde, 1653 Bildaufrufe, 1344 Likes und 22 Kommentare erhalten. Damit bin ich für diesen kurzen Zeitraum sehr zufrieden, bin aber natürlich ein Würstchen gegen die Cracks. Fotografen mit >5000 Fans haben dann schon ein sehr grosses Portfolio. Beinahe ausschliesslich Top-Shots und sie folgen auch nicht jedem Knipser. Also nicht verärgert sein, wenn du einem Jean-Francois Chaubard folgst und er seinerseits nicht dein Freund sein will.  

Die Zahl der Influencer, wie wir sie aus Instagram kennen, hält sich im überschaubaren Rahmen. Das liegt ziemlich sicher an einer leicht versteckten Funktion. Fährt man mit der Maus über die Rubrik [Freunde], wird angezeigt, wieviele Personen man heute und in den letzten 7 Tagen entfolgt hat. Genau das ist die Masche der Influencer bei Instagram:  follow/unfollow.  
Das hat natürlich auch für dich selber Auswirkungen. Wenn du aus Gefälligkeit Dutzenden von Usern folgst und diese eines Tages entfolgst, ist das 7 Tage lang in deinem Profil ersichtlich. Deshalb:

Hart bleiben! Wenn dir jemand folgt und dir dessen Bilder nicht gefallen, dann freunde dich auch nicht mit ihm an! Ansonsten hast du seine neuen unpassenden Bilder ständig auf deiner Startseite und dabei geht dir ev. ein wirklich gutes Bild zum Liken flöten.
Zuweilen als nervig treten bei mir Blümchenknipser , Vögeli-Fotografen und Selbstdarsteller in Erscheinung.  Auch Ersteller von lieblos, unachtsam und schludrig aufgenommenen Urlaubserinnerungen sind Fans, nur weil ich aus Gefälligkeit mal ein Bildchen gegengeliked habe. Hart bleiben! Und… politisch nicht ganz korrekt: Fotografen aus dem asiatischen Raum gehen mir mächtig auf den Sack mit ihrer Bilderflut! Sie liken zuweilen meine ganze Galerie durch. Auf deren Profil sieht man dann eine Unmenge von unbrauchbarem Bildmaterial. Hart bleiben – auch wenn sie deine ganze Galerie durchgeliked haben!

Instagram

Mit Instagram habe ich etwa im September 2018 ernsthaft begonnen. Man sollte sich bewusst sein: Insta wurde erschaffen, damit jeder sein tägliches Leben mit dem Handy dokumentieren kann uns soll. Dem entsprechend findet man dort etwa 80 % einfach nur Müll, der nur für den Fotografen und sein nahes Umfeld von Interesse ist. Es finden sich aber auch viele wirklich gute Fotografen auf Insta. Diese Rosinen gilt es zu finden. Dann haben wir noch dieInfluencer. Teilweise Fotografen mit beeindruckenden Fotos. Einziges Ziel: Du sollst ihnen folgen. Deine Fotos pfeiffen ihnen am Arsch vorbei. Haben sie dich als Follower, entfolgen sie dich tags darauf wieder wie ein Stück Dreck. Du warst nur Mittel zum Zweck. Das ist der Alltag auf Insta. Sie sind aber gut erkennbar. Sie folgen dir, liken aber kein einziges Bild. Sie haben tausende von Followern, folgen selber aber höchstens ein paar hundert. Das sind die von der Abschussliste des Folgetages. Leider (oder zum Glück) gibt es Apps zur Auflistung von Entfolgern. Die sind zwar gemäss Insta-AGB verboten, aber wie soll das schon kontrolliert werden. 

Aaaber – viele meiner Freunde, Facebook-Freunde und auch ernsthafte und gute Fotografen finden sich auf Insta. Und wegen denen lohnt es sich zu bleiben. Es wird geliked und kommentiert. Es kommen auch neue und treue Follower dazu. Bei Insta bin ich eher grosszügig. Wenn jemand meine Galerie durchliked und mir  folgt, obwohl seine Fotos von eher bescheidener Qualität sind, folge ich ihm auch und like seine Pics (ausser es sei alles voll Selfies… bööööh). 

Das klassische Bildformat von Insta ist quadratisch. Es ist auch möglich, rechteckige Bilder hochzuladen, die werden dann aber in der Vorschau beschnitten. Ich empfehle das quadratische Bildformat zu verwenden. 

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