Medelserhütte / 08.09.2017

[Tag 7] Am Vorabend hatten wir darüber gesprochen, auf den Oberalppass zu fahren. Von da den Tomasee ohne den sehr anstrengenden Pazzolastock (nicht zu verwechseln mit dem Piz Pazzola vom Vortag) zu erwandern. Rico – Chef des Hauses Medelina meinte in seiner gewohnt sehr leisen, lakonischen Ausdrucksweise dazu: “D’Medelserhütta isch au no schön, öpa 2 Schtund”. Er bot an, uns soweit wie möglich mit dem Auto hochzufahren.

Rico fährt uns also am Morgen zum Startpunkt. Zuerst in der Sonne, dann etwas kühler im Schatten, geht es ca. 1 Stunde aufwärts bis zu einer Hochebene. Die Ebene ist in etwa 30 Minuten durchwandert bis es dann wieder ansteigt. Der Blick nach oben lässt ungefähr erahnen wo die Medelserhütte liegen könnte: Oben… weit oben. Der sehr gut markierte Wanderweg wird immer steiler und zerklüfteter. Bei mir setzen langsam Schmerzen im noch etwas angeschossenen Oberschenkel von der gestrigen Wanderung ein. Wir reduzieren das Tempo ein wenig – so geht es recht gut. Für den gesamten Aufstieg von etwa 5 Streckenkilometern bei einem Anstieg um 930 Höhenmeter benötigen wir knapp 3 Stunden. Die “öpa 2 Schtund” von Rico erschienen uns doch recht ehrgeizig. Aber das ist ja egal.

Der Aufenthalt bei der Hütte war wiederum ein wunderschönes Erlebnis. Die Temperatur reichte bei 4 Kleiderschichten aus, um draussen zu sitzen und ein Medelserplättli mit je einem Liter Holunderblüten-Sirup zu geniessen.

Der anschliessende Abstieg geht zwar in die Beine, ist aber vergleichsweise zum Aufstieg ein Spaziergang. Im Wissen dass das Wetter am Wochenende umschlagen wird, haben wir in dieser ersten Woche alles herausgeholt was möglich ist .

Karte