Piz Mundaun / 11.09.2017

[Tag 9] Heute haben wir den Piz Mundaun und den Hitzeggerkopf im Visier. Im Hotel Ucliva ist für die Gäste die Benutzung der umliegenden Bergbahnen inklusive. Ein entsprechendes Dokument mit QR-Code wird uns von Frau Wilhelm ausgehändigt. Wir fahren los zur Talstation des Piz Mundaun. Alles steht still… kein Personal, die Sessel bewegen sich nicht. Ein kleines Hinweisschild besagt, dass nur die Mittelstation in Betrieb ist. Und dies auch nur stündlich, sofern Touristen da warten. Wir prügeln also den RS hoch bis zur Mittelstation, wo es auch nicht besser aussieht. „Wetterbedingt ausser Betrieb.“ Ja klar, es ist schliesslich bloss neun Grad und die Sonne scheint auch noch. Ursi ruft die Telefonnummer unter dem Elaborat an. “Nein, fährt nicht heute. Nur heute nicht. Wegen dem Wetter. Für den Reste der Woche schon.”  Wir verstehen eigentlich die Welt nicht – grinsen uns an und sagen: “also los!”

Wir steigen steil hoch und erleben ein Wechselspiel von Sonne, Wolken und Nebel wie wir das beide noch nie erlebt hatten. Mal ist es gefühlte 20°, dann müssen wir wieder alle Schichten anziehen, weil es wohl doch kaum mehr als 3° sind. Die Nikon hat Akkordarbeit um die vielen Eindrücke einzufangen. Nach 90 Minuten erreichen wir den Gipfel, bzw. die Bergstation des Piz Mundaun.

Etwa 200 Meter entfernt sehen wir eine Aussichtsplattform. Kurz durchschnaufen und los. Das Wechselspiel von Sonne, Wolken und Nebel auch hier zunächst einzigartig – und schon macht der Neben dicht… ganz dicht. Wir warten… und warten… nichts zu wollen. Unser Ziel, der Hitzeggerkopf, scheint auch im dichten Nebel zu sein, also disponieren wir um.

Nächstes Ziel: Bündner Rigi. Etwas tiefer gelegen, kein Gipfel, aber dafür ein Restaurant. Der Abstieg dahin ist recht abenteuerlich. Wolken und Sonne liefern sich ein Duell, der Nebel soll auf dem Mundaun machen was er will. Wir wandern auf schmalen Graten, haben Ausblick auf die Survelva, die Rheinschlucht, den Panixer Stausee, das Kistentöckli (was diese Woche noch zum Thema werden soll), sehen von Ilanz bis Chur, überschauen das Val Lumnezia…  „as isch scho no schöön bi dene Pündner da obe. “

Beim weiteren Abstieg werden unsere Wanderschuhe auf die Probe gestellt. Wir saufen bis über die Knöchel im Morast ein und sehen am Ende aus wie Schweine. Aber alles gut, Ankunft im Gasthaus Bündner Rigi, wo man übrigens auf der Terrasse in einer Art Glashaus übernachten kann. Originelle Idee – quasi unter freiem Himmel, aber in der Wärme. Weil es noch Nachmittag ist, verzichten wir und wandern weiter zurück zum Auto bei der Mittelstation – nicht ohne noch den einen oder anderen Schuh voll herausgezogen zu haben.

Ruine Kropfenstein

Es ist “erst” 16.30 Uhr – also eigentlich schon nach «Bier-Uhr» – aber eh, was solls. Ursi schlägt vor, noch einen kurzen Abstecher zur Ruine Kropfenstein zu machen, welche sie aus ihrer Jugend kennt und ganz in der Nähe unseres Hotels liegt. Mit dem Auto fahren wir so nahe ran wie es geht, laufen etwa 10 Minuten.. und ja… wir sind beindruckt. Ausgeklügelt wurden bestehende Felswände mit Balken und Mauerwerk ergänzt und so eine kleine Festung errichtet. Es stehen noch meterhohe Mauern und mit etwas Phantasie kann man sich das ursprüngliche Gebäude vorstellen.

Morgen ist vor dem Finale ein Töfftag angesagt, um die Gehwerkzeuge zu schonen.

Karte Piz Mundaun

Karte Ruine Kropfenstein


Piz Mandaun


Ruine Kropfenstein